KSchmidt Logo

Klaus Schmidt Berlin

Religion und Soziales

Wie überall im deutschsprachigen Raum, so machten sich auch im Bergbau konfessionelle Unterschiede und Differenzen bemerkbar.

Die soziale und gesellschaftliche Stellung der Bergleute beruhte alledings auf den Eigentumsverhältnissen in früheren Zeiten.
An Rhein, Ruhr und Sieg begann der Bergbau in keltischen und germanischen Zeiten und wurde bis in die nach-napoleonische Zeit privatwirtschaftlich betrieben. Zuerst durch Einzelne und Familien und als der Abbau in Pingen nicht mehr rentabel war, schlossen sich die unabhängigen Bergleute zu Gewerkschaften (Genossenschaften) zusammen, die durch die größer werdenden technischen und finanziellen Anforderungen auch größer wurden, aber weiterhin privat waren. Dementspechend genossen Bergleute ein hohes Ansehen, das auch erhalten blieb, als sich der Staat die Bergbaurechte aneignete.

Das Gegenteil: In Tirol waren die Bergleute immer Abhängige (Leibeigene) des Landesherren. Folglich waren sie in der gesellschaftlichen Rangfolge ganz unten. Aufgefallen ist mir das in einer Kirche in Hall - dort ist noch der abgetrennte Bereich erhalten, den die Bergleute betreten durften - abgetrennt vom Bereich der “ehrbaren Bürger” - die mit den niederen und damit nicht ehrbaren Volk nichts zu tun haben wollten. Erst in der Neuzeit verbesserte sich das Ansehen der vorher Ausgegrenzten.

Zwischen diesen Eckpunkten bewegt sich die Stellung der Bergleute in deutschen Gebieten.

Z

[Startseite] [meine Heimat] [Flammersfeld] [Künstler] [Raiffeisenstraße] [Erzbergbau] [Erzwanderweg] [Grube Georg] [Alvenslebenstollen] [St Barbara] [Religion und Soziales] [sehenswert] [Bücher] [Links] [Impressum]